Über uns
GrenzInformationsPunkte
„GIP – Vorbereitung und Umsetzung des Systems von GrenzInformationsPunkten entlang der deutsch-polnischen Grenze“
Projektlaufzeit: 01.04.2024- 31.03.2027
Projektbudget: 1.207.084,40 EUR
Immer mehr Menschen im deutsch-polnischen Grenzraum LEBEN, LERNEN oder ARBEITEN grenzübergreifend auf der jeweils gegenüberliegenden Seite der Grenze.
Die Dimension dieses erfreulichen Phänomens des europäischen Einigungsprozesses kam zur Covid-19-Pandemie plakativ zum Vorschein und wird aktuell durch die zunehmenden Grenzkontrollen an den Grenzübergängen erneut spürbar.
Orientierung im Grenzraum: Beratung für Deutschland und Polen
Die zunehmenden Verflechtungen gehen einher mit einem steigenden Bedarf an Information und Beratung zu rechtlichen Bestimmungen oder institutionellen Zuständigkeiten. Aus diesem Grund möchten wir die ratsuchenden Menschen aus Deutschland und Polen in den Themenbereichen LEBEN, LERNEN und ARBEITEN grenzübergreifend dank der tatkräftigen Mitwirkung eines deutsch-polnischen Netzwerks von fachkundigen Institutionen, die bereits mit ihrem Informations- und Beratungsangebot unterwegs sind, unterstützen und ein bedarfsorientiertes und fachkundiges Informations- und Beratungs-Angebot zur Verfügung stellen, das Lücken schließt und den Ratsuchenden weiterhilft.
Hauptziel des Projekts ist die Bildung eines operativen Netzwerkes zum Aufbau und Betrieb von Grenzinformationspunkten (GIP) an der polnisch-deutschen Grenze. Die GIPs bieten zu Fragen im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Aktivitäten Informationen, persönliche Beratung und Verweisberatung an.
Grenzübergreifende Vernetzung und digitale Information
Das Projekt ist vordergründig im Land Brandenburg und in der Wojewodschaft Lubuskie angesiedelt und sein Einzugsgebiet bilden die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA im Norden und die Euroregion Spree-Neiße-Bober im Süden, jeweils auf derer deutschen als auch polnischen Seite. Besonders wichtig ist hierbei die Verknüpfung und die Einbeziehung der beiden benachbarten deutsch-polnischen Euroregionen: Euroregion Pomerania sowie Euroregion Neiße-Nisa-Nysa.
Als Stellen in unterschiedlicher Trägerschaft agieren die Grenzinformationspunkte in einem koordinierten Netzwerk unter einem gemeinsamen Markennamen. Sie entwickeln und betreiben gemeinsam ein zentrales digitales Portal für den polnisch-deutschen Grenzraum, das Informationen zweisprachig vermittelt, Ratsuchende auf bestehende themenspezifische Beratungsangebote durch Behörden und Organisationen und die Möglichkeit einer individuellen Beratung durch die GIP hinweist.
Von der Erstberatung zur Fachstelle: Das Front-/Backoffice-Modell
Mit dieser Internet-Plattform sollen relevante Informationen zu den Themenbereichen LEBEN, LERNEN und ARBEITEN grenzübergreifend zweisprachig vermittelt sowie Ratsuchende auf bestehende themenspezifische Beratungsangebote durch Behörden und Organisationen und die Möglichkeit einer individuellen Beratung durch die GIP hingewiesen werden. Während der Beratungen ermitteln die GIP als „Frontoffice“ Sachverhalte und Beratungsbedarfe im persönlichen Gespräch, das je nach Bedarf und Möglichkeit per E-Mail, telefonisch oder in persönlicher Anwesenheit umgesetzt wird. Bei komplexeren Sachverhalten verweisen die GIP an themenspezifische Beratungsangebote der zuständigen Stellen („Backoffice“) weiter, wobei die GIP auf Wunsch unterstützend begleiten. Mit dieser Struktur werden die themenspezifischen Beratungsangebote zugleich gezielt eingebunden, unterstützt und entlastet. Durch das „Front und Backoffice“ System werden deutsche und polnische Netzwerkpartner aktiv involviert und die Wirksamkeit ihrer Angebote gestärkt.
Innovativer Ansatz für bessere Information im Grenzraum
Durch die Zusammenarbeit werden zusätzliche Entwicklungspotenziale für den INTERREG Programmraum Brandenburg – Polen generiert. Durch den Einbezug der assoziierten Partner aus den benachbarten Programmräumen Mecklenburg-Vorpommern/BB – Polen sowie Sachsen – Polen werden Impulse für den Aufbau von GIP auch in diesen Teilen des deutsch-polnischen Verflechtungsraums gegeben.
Durch die Bündelung von Informationen in einer digitalen Plattform und der Einrichtung von zwei Grenzinfopunkten, die Beratungen zu allen Grenzthemen anbieten, wird eine positive Veränderung der bisherigen Situation erwartet, da Ratsuchende besseren Zugang zu Informationen und bestehenden Beratungsangeboten zu allen Fragen grenzüberschreitender Tätigkeiten erhalten, auf bestehende themenspezifische Beratungsangebote hingewiesen bzw. nach einer Beratung durch GIP gezielt an diese verwiesen werden.
Bestehende themenspezifische Beratungsangebote durch Institutionen werden durch GIP unterstützt und entlastet. Mit dem GIP-Angebot wird die Qualität und Effizienz der Informationen in grenzüberschreitenden Konstellationen erhöht. Verringert wird das Risiko unnötiger sozialer, finanzieller und wirtschaftlicher Kosten aufgrund uninformierter Entscheidungen. Zudem handelt es sich um einen Modellversuch, der erstmalig zum Tragen kommt und somit ein Alleinstellungsmerkmal im Programmraum Brandenburg-Polen darstellt.
Das Projekt wird auf Basis grenzüberschreitender Zusammenarbeit realisiert und trägt dazu bei, das im Kooperationsprogramm definierte gemeinsame Handlungsziel der Steigerung von Informationsflüssen von den INTERREG-Programmpartnern umzusetzen. Dazu haben sich insgesamt zehn Projektpartner (darunter fünf assoziierte Partner) erstmalig zusammengefunden:
Projektpartner:
Mittlere Oder e. V. | Euroregion PRO EUROPA VIADRINA
Euroregion Spree-Neisse-Bober e.V.
Stowarzyszenie Gmin RP Euroregion “Sprewa – Nysa – Bóbr”
Stowarzyszeniu Gmin Polskich Euroregionu „Pro Europa Viadrina”
Europa-Universität Viadrina | Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION
Assoziierte Partner:
Euregio Rhein-Waal
Kommunalgemeinschaft Europaregion POMERANIA e.V.
Euroregion Neisse e. V.
Stowarzyszenie Gmin Polskich Euroregionu Pomerania
Euroregion Nysa
Das Projekt „Vorbereitung und Umsetzung des Systems von Grenzinformationspunkten entlang der deutsch-polnischen Grenze (GIP)“ wird im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg – Polska 2021-2027 sowie durch das Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg gefördert.